Bildstock “Roniger Hof”


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©OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA


Et Runijer Kappelche –
.. wird von der Familie Schmitz gepflegt.
—–
In “Heimatgeschichten” beschreibt Jakob Schoob den Hintergrund so:
Et Runijer Kappelche –
Es war wohl um das Jahr 1640. Die Schweden eroberten ein Land nach dem anderen. So kamen sie auch nach Linz und Umgebung und trieben auch hier ihr Unwesen. Eines Tages floh eine Magd, die bei einem Bauern beschäftigt war, vor den Schweden bis zu der Stelle, wo sich heute die Gebäude des „Dattenberger Ronig“ befinden. Hier suchte sie Schutz in einem wilden Dornbusch. So brachte sie sich vor den Schweden in Sicherheit und versprach dem Iieben Gott, zum Dank für ihre Rettung etwas Gutes zu tun. Nach dem Wegzug der Schweden ließ sie ein Kreuz anfertigen und stellte es an dieser Stelle auf. Später wurde dieser Ort besiedelt. Die Urahnen der Familie Schmitz kauften das Areal von den Nonnen des Klosters St. Katharinen. Zwei Brüder rodeten den Wald und begannen dort mit der Landwirtschaft. Schon bald war das Kreuz verschwunden und an dieser Stelle eine Kapelle erbaut. Der Pfarrer von Linz stiftete drei Figuren: Jesus, Maria und Joseph, und so weihte man die Kapelle der hl. Familie.
Die Kapelle stand dann bis 1960, dann stiegen in einer dunklen Nacht böse Buben mit Gewalt in die Kapelle ein, um die Figuren zu stehlen. Dabei richteten sie auch großen Schaden an.
Sofort war die Familie Büsch/Schmitz bereit, einen neuen Ort der Ruhe zu errichten. Heute strahlt einem das „Herz Jesu“ entlegen, dem die Kapelle auch geweiht ist.
Für alle Dattenberger ist und bleibt es „et Runijer Kappelche“.


Sicherlich eine schöne Geschichte, diese geflohene Magd …. ,

in der Chronik zu “Hof Ronig” ist diese Version nachlesbar:
1860 errichtete Johan Anton Schmitz anstelle eines Kreuzes aus dem Dreißigjährigen Krieg eine kleine Kapelle, die 1967 erneuert wurde.

Hierzu werden folgende Quellen angegeben:
“Dattenberg – Ein Heimatbuch“ von Anton Rings und Robert Willscheid, “Rund um den Hummelsberg – die Verbandsgemeinde Linz/Rhein“ von Adalbert N. Schmitz, Alte Dokumente und Urkunden

Diese zweite Geschichte ist nicht so fantasievoll erzählt, die Zeiträume etc. stimmen nur “ungefähr” zueinander, aber auch so könnte es gewesen sein.

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