De Daddeberjer Rude

Heimatgeschichten von Jakob Schoop

De Daddeberjer Rude

Mit dem Begriff „Daddeberjer Rude“ ist nicht etwa ein Politiker gemeint, sondern ein bekannter Rotwein. Früher standen einmal Tausende von Rebstöcken in den Rheinhängen. Der Rotwein wuchs nur in besonders günstigen Lagen wie im „Tempelberg“ und im „Domtal”. Die beste Lage war jedoch der „Gutenberg“ unterhalb der Dattenberger Burg, wo die Winzerfamilie Kröll ihren guten Rotwein anbaute. Mit dieser Lage meinte es die Sonne besonders gut. Der felsige Untergrund wirkte für die Reben wie ein Heizkörper. Die am Tag aufgenommene Wärme gab er nachts an die Reben ab.Früher sagte an, unser Rotwein ist wie Medizin. Bei einem Krankenbesuch nahm man gerne ein Fläschchen Rotwein mit. Man sagte auch „Der Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben“.Heute gibt es nur noch einen Winzer im Ort, den Weinbauern Wagner, der Rotwein anbaut. Doch heute noch feiern die Dattenberger am ersten Wochenende im Oktober ihr Winzerlest, und viele trinken noch den „Daddeberjer Rude“. So gilt der alte Spruch „Stein und Wein aus Daddeberj am Rhein“ nicht mehr ganz. Denn den Steinabbau in den Dattenberger- Steinbrüchen gibt es schon lange nicht mehr.Möge der „Daddeberjer Rude” noch lange angebaut werden.

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